Mitten in den Sommerferien traf sich unser neuer Direktor Mag. Wolfgang Faber mit den Professorinnen und Professoren der Schulzeitschrifts-Redaktion – Mag.a Christine Bahr, Mag.a Susanne Krisai, Mag. Clemens-G. Göller und Mag. Wolfgang Krisai – zu einem Interview, damit unsere Leserinnen und Leser gleich zu Schulbeginn die Möglichkeit haben, sich einen ersten Eindruck von unserem neuen „Chef“ zu verschaffen.
Mag. Wolfgang Faber stammt aus Grieskirchen in Oberösterreich, wo er 1974 geboren wurde. Da die Familie aber nach Perchtoldsdorf übersiedelte, begann seine Schullaufbahn in der Volksschule Sebstian Kneipp-Gasse und setzte sich dann in der Unterstufe an unserer Schule fort. Da er sich für den humanistischen Schulzweig interessierte und dieser damals nicht bei uns, jedoch in Mödling am Gymnasium Franz-Keim-Gasse angeboten wurde, wechselte er für die Oberstufe dorthin. Und blieb, obwohl aus Altgriechisch nichts wurde und er schließlich im realistischen Gymnasium landete. Schon in Perchtoldsdorf wurde erstes Interesse an seinem zukünftigen Fach Mathematik geweckt, und zwar durch seinen Mathematikprofessor Dr. Georg Hepperger. Nach der Matura 1992 wurde es mit diesem Fach ernst: Er studierte an der TU Wien Mathematik und Chemie für das Lehramt.
1998 begann er an seinem ehemaligen Gymnasium Franz-Keim-Gasse, Mödling, Mathematik und Chemie zu unterrichten. Zusätzlich zum Unterricht war Mag. Faber Kustos für Chemie, Mitglied der Personalvertretung, in der Leitung von Schulentwicklungsprojekten und 5 Jahre Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Chemielehrer in NÖ. Außerdem war er Lehrbeauftragter an der TU Wien und an der PH für NÖ im Rahmen der Lehrerausbildung in Chemie. „Diese Lehrtätigkeit an der PH will ich auch fortsetzen.“
Wird er bei uns auch neben seiner Direktorentätigkeit eine Klasse unterrichten? Auf jeden Fall, nur im ersten Jahr noch nicht. „Die Lehrfächerverteilung steht ja schon und ich wollte niemandem die Stunden wegnehmen.“
Sein vielfältiges Engagement zeichnete sich bereits früh ab: „Ich war z. B. auch Schülervertreter in der Keimgasse und Studienrichtungsvertreter an der TU.“
Direktor Fabers Gattin Tanja ist übrigens ebenfalls Professorin, sie unterrichtet Mathematik und Darstellende Geometrie in der Franz-Keim-Gasse in Mödling. Die beiden haben drei Kinder, zwei Töchter und einen Sohn im Alter von drei bis zehn Jahren.
Moderne Technik in der Schule
Lesen gehört zu Direktor Fabers liebsten Freizeitbeschäftigungen. Daher ist ihm auch die Figur des technikgläubigen Walter Faber aus Max Frischs Roman „Homo Faber“ ein Begriff: „Das ist ein etwas eindimensionaler Charakter. Ich habe persönlich so einen nüchternen Techniker noch nicht kennengelernt. Klarerweise ist nicht alles durch moderne Technik kontrollierbar, wie dieser Faber zunächst glaubt. Andererseits kann die Technikfeindlichkeit, die heutzutage immer wieder um sich greift, auch negative Konsequenzen haben.“
Technikfeindlichkeit kann man unserem neuen Direktor jedenfalls nicht vorwerfen: „Ein Aspekt modernen Unterrichts ist die Methodenvielfalt, und in der Methodenvielfalt müssen auch die modernen Medien ihren Platz einnehmen. Aus meiner persönlichen Erfahrung mit Laptop-Klassen hat sich aber gezeigt, dass Heft und Füllfeder auch in solchen Klassen nicht ausgedient haben. Ich muss mir zunächst ein genaues Bild machen, was es hier an technischer Ausstattung gibt und wie die Wünsche der Kolleginnen und Kollegen aussehen.“
Wie verträgt sich diese Einstellung mit dem jüngst eingeführten Handyverbot an der Schule? „Ich denke, diese Regelung wird sich in der Praxis bewähren müssen und man wird eventuell Nachjustierungen machen müssen. Wenn sich das Sozialverhalten in der Unterstufe in den Pausen gebessert hat, ist das ja eine gute Sache.“
Damit die Schulgemeinschaft gut funktioniert …
Apropos Unterstufe: Was würde er einer Erstklasslerin bzw. einem Erstklassler als wichtigen Tipp für die Schule mitgeben? „Das Patensystem in Anspruch zu nehmen und dieses Angebot wirklich zu nützen. Das kann vermutlich viele Hürden abbauen helfen, die bei so vielen neuen Leuten in einem so großen Gebäude auftreten können.“
Wesentlich für den Unterricht ist für ihn jedenfalls „eine grundlegende Disziplin in der Klasse, ohne die ein sinnvoller Unterricht nicht möglich ist. Bei mangelnder Aufmerksamkeit und mangelnder Disziplin leiden letztlich sowohl die Schüler als auch die Lehrer, was den Lernerfolg stark beeinträchtigen würde. Insofern ist es mir ein großes Anliegen, dass ein positives Arbeitsklima herrscht.“
Die Eltern und Lehrer sieht er da als „Partner, weil sie in gleicher Weise am Bildungserfolg der Kinder interessiert sind. Daher soll das Wort ‚Schulpartnerschaft‘ nicht nur eine Floskel sein. Nach meinem Eindruck gibt es hier eine sehr gute Schulpartnerschaft, und ich will alles dafür tun, dass das so bleibt und wenn möglich noch verbessert wird.“
Gut, dass es da den Elternverein gibt: „Ich halte den Elternverein für eine sehr wertvolle Einrichtung sowohl zur ideellen als auch zur materiellen Unterstützung der Schule. Insbesondere bei Schulveranstaltungen ist die Zusammenarbeit mit dem EV von großer Bedeutung.“
Aber nicht nur mit den Eltern, sondern vor allem mit den Lehrerinnen und Lehrer ist Zusammenarbeit wichtig, „denn alleine werde ich in der Schule nichts bewegen können. Ich bin auf die Unterstützung des Kollegiums angewiesen und würde mir wünschen, dass die Professorinnen und Professoren für neue Ideen so aufgeschlossen wie möglich sind.“
„Spannende“ Punkte im heurigen Schuljahr
In diesem Schuljahr stehen einige „spannende“ Punkte an, zum Beispiel die neue Matura: „Ich habe selbst Fortbildungen für Lehrer bzgl. der Vorwissenschaftlichen Arbeit gehalten, also werde ich für die 8. Klassen eine Veranstaltung machen, wo ich Ihnen noch einmal genau die aktuellen Vorgaben vermitteln will. Außerdem werde ich mit den Fachkoordinatoren intensiv das Gespräch suchen, um herauszubekommen, wie weit die Vorbereitungen gediehen sind und ob es noch Handlungsbedarf gibt.“
Zweiter Punkt: Unsere Schulwarte sind seit Längerem im Krankenstand. Direktor Faber ist diesbezüglich im Gespräch mit dem Landesschulrat: „Man hat mir im LSR gesagt, es wird ein Lösung geben … Ich arbeite jedenfalls intensiv daran, und man ist sich im LSR bewusst, dass eine Schule nicht auf Dauer ohne Schulwart sein kann.“
Eine Schule muss sich permanent an neue Situationen anpassen und sich weiterentwickeln. „Entscheidend ist für mich bei der Schulentwicklung ein stufenweises Vorgehen – zuerst eine Analyse der Ist-Situation, dann eine Planung der Veränderung, dann eine Umsetzung und dann eine Evaluierung und Anpassung. Eine der wichtigsten Erkenntnisse von vielen Jahren Schulentwicklung ist, dass Schulentwicklung nie abgeschlossen ist.“
Wie steht es um die Begabtenförderung? „Das ist mir ein großes Anliegen! Man denke nur an Cambridge Certificate, DELF, Unverbindliche Übungen, Olympiaden, etc. Ich kenne die Begabtenförderung von meiner Tätigkeit im Rahmen der Chemie-Olympiade, wo ich viele Jahre lang Mitglied des Bundesbetreuerteams war und bei der internationalen Chemie-Olympiade als Betreuer mit war.“
Klares Bekenntnis zum Gymnasium
Der Schultyp „Gymnasium“ ist in den letzten Jahren von schulpolitischer Seite in Frage gestellt worden … „Das differenzierte Schulsystem sollte unbedingt beibehalten werden, weil ich glaube, dass eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen wenige Probleme lösen und viele neue Probleme hervorbringen würde.“ Auch die Arbeit der AHS-Lehrergewerkschaft sieht Dir. Faber positiv: „Die Lehrergewerkschaft hat eine sehr verdienstvolle Tätigkeiten und steht zu unrecht am Pranger und wird für Verfehlungen der Schulpolitik verantwortlich gemacht.“
Unsere letzte Frage war: Worauf freuen Sie sich am meisten in Ihrer Tätigkeit? „Auf alles! Auf die neue spannende Aufgabe, auf die Rückkehr an die Stätte meiner ‚Bildungswurzeln‘ und auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Schulpartnern.“
Interview: Mag. Wolfgang Krisai

Maturaball 2014

Freitag, Jan 10, 2014

Der Maturaball unserer Schule findet dieses Jahr am Samstag, den 15. Februar 2014, im Kulturzentrum statt!


Auch in diesem Jahr , ganz nach der Tradition unserer Schule, fand schon ganz am Anfang der besinnlichen Adventszeit das legendäre Absolventen-Oberstufen- Weihnachtsturnier statt.

Heuer “duellierten” sich die Oberstufenmannschaften des Gymnasiums der 5.,6.,7. und 8.Klassen mit den Absolventenmannschaften der Jahrgänge 1991 (den “Oldies”) , 2011 und 2013 und den Magic Unicorns (Gastmannschaft ehemaliger Oberstufenschüler).Die einzelnen Spiele wurde wieder auf einem sehr hohem Niveau ausgetragen. Kein Ball wurde hergeschenkt ,ganz im Gegenteil , um jeden Ball wurde gefightet.

Einen besonderen Dank gilt unseren “Oldies” , dem Absolventenjahrgang 1991 , die sich auch heuer wieder sehr gut geschlagen haben (Ein Unentschieden, ein Sieg und eine Niederlage) und somit in der Gruppe 2 den 3.Platz belegen konnten.

Geradezu in das Halbfinale (1.Platz in der Gruppe 1 mit neun Punkten aus drei Spielen) stürmte die Absolventenmannschaft 2011 (der Vorjahressieger). Hier traf sie dann auf die Mannschaft der 8.Klassen. Am Ende der regulären Spielzeit stand es 1:1. Auch eine Verlängerung brachte keinen Sieger hervor, sodass ein Elfmeterschießen notwendig wurde. Hier gewann dann ganz knapp mit 2:1 die Mannschaft MJ 2011, die dann im Finalspiel gegen die Magic Unicorns aber klar das Spiel mit 3:0 für sich entscheiden konnten.

Alle Fotos des Turniers gibt’s in einer eigenen Gallery und den Spielplan mit allen Ergebnissen zum downloaden.

Ein herzliches Dankeschön an alle teilnehmenden Mannschaften und ganz besonders Prof. Karl Spitznagl, der als Organisator, Schiedsrichter und Fotograf das Herz des Weihnachtsturniers ist!

Alle Jahre wieder! Am Samstag, den 7. Dezember 2013 wird von Prof. Spitznagl wieder pünktlich das legendäre Weihnachtsturnier angepfiffen!

Anmeldungen für Mannschaften (5 Feldspieler, Tormann & max. 3 Wechselspieler) bitte bis spätestens 2. Dezember ausschließlich per E-Mail an kontakt@absolventen-perchtoldsdorf.at

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